Göttingen Citykirche
Innenrenovierung Sankt Michael Göttingen, 2.Rang
Raumklärung, Zentrierung, Reduktion:
Neben gestalterischer Neuorientierung geht es um räumliche Zentrierung, gerichtet auf den Raum für die Eucharistiefeier und den Wortgottesdienst. Im heutigen Erleben des Gottesdienstes geht es um die Betonung des Gemeinschaftscharakters. Die Gemeindeglieder wollen an den Kulthandlungen des Priesters teilhaben, den Zelebranten in ihrer Nähe – gleichsam unter sich – wissen.
Auf dieses Bedürfnis wurde mit einer >Arche Noah< für Gemeinschaft und Meditation, für individuelle Andacht und gemeinsames Feiern, mit dem vorgelegten Entwurf geantwortet.
Das frühe „Bethaus“ in der Grundform eines Saalbaues errichtet, -kleine und größere An-und Umbauten erfolgten im Laufe der Geschichte-, lässt die ursprüngliche Form des Saales bis zum heutigen Zeitpunkt erkennbar bleiben.
Das Konzept sieht vor, diesen Saal architektonisch wieder erfahrbar zu machen.
Die Vielzahl der Ansprüche bedenkend entstand die Entwurfsidee Altar und Ambo in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Die Objekte werden in den Raum gestellt und damit wird die Raumordnung entscheidend geändert. Die Nivellierung der Bodenebene war dabei eine weitere Maßnahme zum Schaffen der Communio.
Communio (gemeinsame Teilhabe) ist ein praktischer Begriff. Nicht theologische Leitidee, sondern gelebte Praxis, die in der Gemeinde Ausdruck findet. Die Kirchengemeinde schaut nicht mehr in die gleiche Richtung, sondern versammelt sich um eine eucharistische Mitte. Die Gemeinde selbst bildet den Raum, -Gottes Heiligen Tempel-.
Der Anspruch, ein Signal zu setzen, das von der Citykirche in der Göttinger Innenstadt in Zukunft ausgehen soll, geht von diesem Raum aus, der offen ist für Verkündigung und Liturgie, für Erneuerung und lebendigen Dialog. Er spricht Menschen aller Bevölkerungsgruppen an und schafft eine Atmosphäre des Miteinanders und der Einkehr.
Diese Qualität erhält der Raum mit dem vorliegenden Entwurf.
















