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Langeohl Kapelle Paderborn

Eingeladener Wettbewerb, 2. Rang Langenohl- Kapelle auf dem Ostfriedhof zu Paderborn

Die künstlerische Gestaltung der Fenster und der Deckenmalerei ist deutungsoffen, sie lässt jedoch konkrete Assoziationsmöglichkeiten zu.
Unwirklich erscheint die Ast- Struktur, aber nicht abstrakt. Sie eröffnet dem Betrachter viele Bilder. Vorrangig zu nennen wäre das Bild vom Dornenbusch, von Verästelung eines schützenden Baumwipfels (auch Vernetzung im Diesseits), bis hin zur Dornenkrone Jesu.
In der Spannbreite und Variation der Struktur, in ihrer unterschiedlichen Farbaussage, liegt das konzeptionelle Anliegen der Arbeit.

Die Gestaltung unterliegt einer Farb- Dramaturgie, die vom Eingang zum Chor führend, von kräftig, intensiven, sogar teilweise fast dunkel erscheinen Nuancierungen, sich hin zu einer „erlösenden Lichtheit“ entwickelt.
Die sich genüberliegenden Fenster spiegeln sich nicht, doch in ihrem Hell-Dunkel Aufbau unterliegen sie einem leicht variierenden Rhythmus, so dass eine Ganzheitlichkeit wahrgenommen wird.

Der Raum ist mit einem Wandanstrich, der den Bestand als „Briefmarke“ belässt, farblich zurückhaltend gestaltet. Die Decke nimmt das Thema auf und erfährt in den Kreuzrippen eine Akzentuierung von hellem Grau und mittigem Gold-Lineament.