Hannover Petri
aufgeforderte Wettbewerbsteilnahme, 2.Rang
Die Petri-Nikodemus Kirche ist durch wechselvolle Geschichte gegangen, davon
spricht der gesamte Raum.
Für die drei Fenster im Altarraum ist eine zurückhaltende Darstellung gewünscht, die zentralen Wichtigkeiten von Kreuz und Altar sind zu berücksichtigen.
Dennoch verlangt gerade die Schlichtheit des Kirchraumes ein Bildprogramm in den Fenstern.
Zur Zeit des Kirchenbaus wurde das Patronat des Petrus in der Fenster Gestaltung figürlich aufgegriffen.
Das Wirken des Petrus, ohne die ihm zugeordneten Symbole plakativ zu bedienen, in einen zeitgenössischen Kontext zu bringen, ist der Anspruch des hier vorgestellten Beitrages.
Differenzierte Blautöne nuancieren die Fläche, es erscheint eine raumlose Tiefe.
Himmels- oder Wasserlandschaften sind assoziierbar, davor schwebt etwas
Körperhaftes, etwas Materielles, ein netzartiges Gebilde.
Es bewegt sich dynamisch und imaginär über die drei Fensterformate. Im Wechsel der Struktur von zart bis kräftig wirkt das Netzband geradezu poetisch. Das kleine Fenster oberhalb der Empore schließt den Zyklus und der Kirchraum wird umfangen. Das Netz als Allegorie für das Fischernetz und als Sinnbild für das Vernetz-sein und Aufgenommen-sein in Gemeinschaft, in diesem Fall, der christlichen Gemeinschaft, personifiziert den Petrus in seiner Wandlung vom Fischer zum Apostel und Menschenfischer.
Damit wird die Bildaussage zur Botschaft und trotz ihrer Abstraktion ist sie lesbar und von Deutungsvielfalt.
Die künstlerische Umsetzung erfolgt malerisch, in Verbindung mit unterschiedlichen Ätzungen und Mattierungen.
Farblich werden Anklänge zu den Seitenfenstern aufgenommen, doch die zwei
dominierenden Grundfarben geben der Gestaltung eine immanente Sinnlichkeit und kontemplative Offenheit.








