Hl. Margaretha Österreich Burgenland
Ideen-und Realisierungswettbewerb, 1. Rang
Das Fensterband besteht aus zwei übereinander, in unterschiedlichen Raumtiefen liegenden Ebenen.
Wegen der geringen Höhe zur unproportionierten Länge ist diese räumliche Tektonik gestalterisch nur in seiner zweibändigen Dopplung zu fassen.
Das obere Fensterband ist in seiner Gesamtwirkung heller angelegt, dennoch
verbinden sich die Formen in ihrer Lebendigkeit miteinander und fließen in deutlicher Dynamik auf die Mitte, mit Altar und dem Allerheiligsten zu. Die formale und inhaltliche Mitte des Kirchraumes wird dadurch und zusätzlich mit der Spiegelung der beiden Fensterbänder hervorgehoben.
Die Gestaltung ist trotz ihrer Abstraktion erzählend.
Farbtöne von Altweiß, über Hellgrau zu differenzierten Nuancen von Blau ziehen über beide Lichtbänder und zeigen ein bewegtes sphärisches Bild.
Zum einen an Himmelsbilder erinnernd, zum anderen werden die gewaltigen Kräfte des Kampfes der Margareta und ihren Widersachern sinnbildlich dargestellt.
Der Legende nach war Margareta eine tapfere Jungfrau, die sich trotz Folter und
Kerkerhaft dem heidnischen Statthalter und dem Teufel in Gestalt eines Drachen,
mit Hilfe ihres Glaubens und eines kleinen Kreuzes widersetzte.
Der Hl. Margareta, Namenspatronin der Pfarrkirche zu Apetlon, werden die
Attribute -kleines Kreuz, die Feuerfackel und der Drachen zugeordnet.
So greifen das kleine Kreuz und die Feuerzungen in der Mitte des unteren
Bandes Bezüge der Überlieferung der Hl. Schrift auf.


















