St. Gerhard Bad Heiligenstadt
Eingeladener Wettbewerb Gestaltung eines Kolumbariums in der Krypta von St. Gerhard
Die architektonische und künstlerische Aufgabe ein Kolumbarium zu errichten verlangt danach, den vorhandenen Architekturraum der neu geschaffenen Krypta in St. Gerhard in einen transzendenten alteritätsstiftenden Raum zu wandeln.
Idee:_______________________________________________________________
IHR seid DAS LICHT DER WELT Math.5,14
Das Wort aus dem Matthäusevangelium trägt die theologischen, pastoralen, liturgischen, empathischen Ansprüche des besonderen Themas, das vorliegende Konzept antwortet der Licht-Metapher mit zeitgemäßer Fassung.
Auf dem Weg zum Licht sein, so könnte ein Leben im Glauben beschrieben werden.
Eine letzte Ruhestätte auf Erden ist eine Station zwischen den Welten, eine Stätte im Wirklichen, wie im Geistigen. In dem Zusammenhang spricht man oft von >über die Schwelle oder ins Licht gehen<, während des kreativen Prozesses verdichtete sich das Abstraktum des Wandels von Finsternis zum Licht, von alter zu neuer Qualität, zur Entwurfsaussage.
Durch die belichteten Urnenhäuser und der formalen Gestaltung einer jeden einzelnen Stätte mit Glas und poliertem Steinmaterial bekommt Konstruktives metamorphischen Ausdruck, sowie Formales inhaltliche Bedeutung. Die Materialebenen stehen für Deutungsebenen, für das Hier und für ein Dort. (Diesseits - Jenseits)
Raumgliederung:__________________________________________________
Die Räumlichkeit ist geprägt durch eine straffe Rhythmik der Stützen. Dieser Gliederung des Raumes wird mit der Gestaltung des Bodens konsequent entsprochen. Mit einem sehr hell gehaltenen Bodenspiegel entstehen zum einen Bereiche, die der Verortung der Urnenhäuser und der Orientierung gelten, (hier wäre vorstellbar, dass die Häuser mittels Gravur bezeichnet sind, auf dem Rendering noch nicht ersichtlich), zum anderen wurde die Zone zwischen Vorraum und Kolumbarium als Schwelle, ebenfalls in diesem fast weißen Materialton, gestaltet.
Um der Ruhestätte einen würdigen Eingang zu geben und die Erschließung klar zu definieren wurde der Zugang auf 2000 mm verbreitert und zw. E und F. festgelegt. Der Zutritt erfolgt durch diese geringe bauliche Änderung annähernd mittig. Eine andere Möglichkeit wäre die Stütze F6 zu entfernen, E und G entsprechend in der Breite auf 2250 mm zu erweitern. Der Eingang wäre dann 2500 mm breit und genau zur Mitte ausgerichtet.








